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Zentralkurdistan: Amedîye (Amadiya)
Geschrieben am Freitag, 19. September 2008 von Baran Ruciyar

Geographie

Amedîye oder Amêdî, eine Stadt in der Provinz Duhok, die ehemals auch die Residenz kurdischer Fürsten der Bahdînan-Dynastie war. Ihren Namen jedoch verdankt sie dem Zangiden Imadd al Dîn al-Zangi – Atabek von Mosul – später Gründer der turkmenischen Zangiden-Dynastie zwischen 11. und 12. Jh. im heutigen Zentralkurdistan, Irak und Syrien.

Die Stadt liegt im nördlichen, überwiegend kurdisch besiedelten Teil des heutigen Irak. Und liegt laut Amman (2005; 176) knapp 10 km entfernt zur irakisch-türkischen Grenze. Die Stadt Dihok/Duhok ist etwa 90 km in südwestlicher Richtung, während die Entfernung zu Mosul ca. 160 km beträgt.

„Amedîye liegt etwa 1200 Meter über dem Meeresspiegel und erhebt sich als rund vierhundert Meter hoher Felskegel mit steil abfallenden Wänden aus dem Subnatal, welches sich in acht bis zehn Kilometer Breite zwischen den parallel verlaufenden Gebirgszügen Metin und Gare hinzieht und die Verlängerung des Tales des Großen Zap darstellt“ (Amman, 2005; 177).

Das Stadttor trägt den Namen des Zebarî-Stammes, welcher in der Gegend ansässig ist. Die Bewohner sind in großer Mehrheit Kurden, doch leben hier auch einige orientalische Christen, die auch ihre Kirche in der Stadt haben. Der in Amedîye gesprochene Dialekt ist laut Blau eine Form des Kurmancî-Kurdischem, der auch unter den Namen „Bahdînan-Dialekt“ bekannt ist.


Quellen: Birgit Ammann: Kleine Geschichte der Stadt Amadiya, Von streitbaren Fürsten, kurdischen Juden und grausamen Zeiten In: kurdische Studien 4+5 2005 Berlin, s. 175-227.

 

 


Amedîye (Amadiya)

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