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Allgemeine Geschichte: Cûdikan (Judikan)
Geschrieben am Sonntag, 21. September 2008 von Baran Ruciyar

Herrschaftsstrukturen

Cûdikanî (Judikani) (Cîtkan, Cûtikan der Cutkan), ein Kurdenstamm der Region Mittelanatolien. Zuweilen wird ihr Name von der Lokalbevölkerung auch als Cutî oder Cutîkan ausgelegt. Sie sind kurmancîsprachig und Anhänger des sunnitischen Islams.

Prof. Dr.Izady bringt viele Argumenten an, die Guti mit den Kurden in Verbindung zu bringen. Er ist der Ansicht, dass "Guti" in der Form "Jat" im Namen des Judikani-Stammes erhalten geblieben ist: "Der Namen Guti überlebt auf jeden Fall heute offenbar im Namen des kurdischen Clans der Cûdikan die den Hochland im alten Gutiland im Südkurdistan Kurdistan bewohnen". Doch taucht dieser Name in seiner Liste kurdischer Stämme anstelle kurdischer Stämme in Anatolien und nicht in Südkurdistan auf. Offenbar charakterisiert Izady mit Cûdikan auf seiner Karte das gesamte Siedlungsgebiet der Reshvend-Konföderation in Canbegan (Cîhanbeylî), zu deren Clans u.a. auch die Cûdîkan gezählt werden, und bezeichnet ihrem Dialekt als "Cûdikanî". Der Dialekt dieser Konföderation wird von der lokalen Bevölkerung "Reshoyî" gennant und besteht aus vielen Pidgen aus dem Türkischen und Kurdischen und ist weitgehend mit dem Westdialekt des Kurmancî identisch.

 

Im Südkurdistan an der Grenze Luristans und Pahle ist die große Konföderation der Lurstämme, die Bala-Gariva-Konföderation der auch einige kurdische Stämme mit einschließt, beheimatet - unter den beträchlichsten Clans dieser Konföderation befindet sich ein Stamm namens Cûdakî. Offenbar ist mit den Cûdikan in Südkurdistan dieser Lek und Lurstamm gemeint.

 

Mark Sykes, der 200 Cûdikanî-Familie bei Ankara registriert, bringt ihren Namen mit Cûdî (Chîyaye Cûdî/Cudi Dagh) in Verbindung, und stellt die Vermutung auf, dass diese aus dem Gebiet um Cûdî nach Ankara immigriert wären. P. Oberling listet die Cûdikan ebenfalls unter den Kurdenclans in Ankara auf.

 

Auffällig bei den Cûdikan ist, dass die meisten ihrer Dörfer Namen tragen, die mit ihren Stammesbezeichnung identisch sind - so gibt es allein mehr als 4 ihrer Dörfern in Konya mit dem Namen "Cutikan" oder "Cutkan". Desweiteren werden die Cûdikan in Yozgat und Kirsehir, die angeblichen denselben Ursprung mit den Shêx Bizinî hatte, mit einer niedrigen Population im 20. Jahrhundert erwähnt.

 


Mehrdad R. Izady: Exploring Kurdish Origins, publiziert in: Kurdish Life, 7, 1993, Lecture at Haryard University, 10 March 1993.

 

 

Mehrdad R. Izady. The Kurds: A Concise Handbook, Washington, D.C.: Crane Russak, 1992

 

Bekir Deniz: YÖRE ÖZELLÏKLERÎYLE YOZGAT KiLiMLERI auf: http://www.localarchives.org/DLIR/WorkArea/downloadasset.aspx?id=354 (letzter Besuch am 21.03.2008)

 

P. Oberlin: kurdish triebe auf: http://www.iranica.com/articles/ot_grp5/ot_kurdish_tribes_20040616.html (letzter Besuch am 21.03.2008)

 

Mark Sykes: The Journal of the Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland, Vol. 38, Jul. - Dec., 1908 (Jul. - Dec., 1908), pp. 451-486

 

Muzafer Özgür, Cihanbeyli Kürtleri, IN: Bîrnebûn 5, 1998, S. 6-13

 

M. Sirin Dag: Kulu Kürtleri, IN: Bîrnebûn 3, 1997, S. 22-23.


Cûdikan (Judikan)

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