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Zentralkurdistan: Colemerg/Hakkari
Geschrieben am Montag, 03. März 2008 von Baran Ruciyar

Geographie rinret schreibt:

Hakkari, oder kurdisch Colemerg, ist heute eine Provinz in der Türkei und liegt im äußersten Südwesten des Landes,. Diese kurdische Provinz in Nordkurdistan grenzt im Süden an Badhînan (Südkurdistan), im Osten an Urmîye (Ostkurdistan), im Westen an die Provinz Şirnak und im Norden an die Provinz Wan. Sie liegt damit genau im heutigen Dreiländereck: Türkei-Iran-Irak.

Geographisch ist die Region sehr gebirgig mit mindestens 30 Bergen über 3000m Höhe. Der höchste Berg ist der Cilo (Reşko) mit einer Höhe von 4168 m. Daneben sind die höchsten Berge der Mordağ (3810 m), der Sandil (3818 m) und der Geveruki (3680 m). Hakkari besteht zu 10 % aus Plateaus. Einige davon heißen Kandil, Berçelan oder Kanimehan.





Geschichtlich betrachtet gehört Hakkari zu den ältesten Provinzen der Kurden. Die historische Erwähnung der Kurden in Kurdistan bzw. der legendären Hekarî-Kurden, die eine Stammeskonföderation die im 10. Jh. in Bahdînan erwähnt wird, geht über Jahrhunderte zurück.
Die Provinz war seit jeher von Menschen besiedelt. Ein Zeugnis hierfür sind die berühmten Felszeichnungen in dieser Provinz, die auf ein prähistorisches Alter datiert werden. In der Geveruk Ebene weisen die Felsmalerein Szenen von einer Jagd aus frühren Zeiten auf. Aus welcher Epoche diese Zeichnungen stammen ist jedoch leider nicht bestimmbar.
Auf einigen Felszeichnungen kann man , dass die Menschen in Hakkari sehr früh das Nomadenleben aufgaben und sesshaft wurden, damit wurde auch ein wirtschaftlicher Fortschritt in der Region verzeichnet.







Nach arabischen Geographikern und Historikern des Mittelalters ist die Gegend seit mind. 7000 v. Chr. bewohnt. Einer dieser Historiker ist Havasder, der die Kurden in Hakkari Hakkari-yan nennt, was eine Bedeutung von "stark" haben soll.
Hakkari, das ursprünglich sich von dem syrischen Wort "Ekkara" herleitet, ist zum Oberbegriff der Kurdenstämmen in Hakkari geworden.
Die wichtigste Konföderationen dieser Hakkari-Kurden sind die Ertushî und Piyanisî –Konföderationen, die heute teilweise als Seminomaden leben.
Die geschichtlichen Zeugnisse aus dem 13. Jh. vor.Chr. geben an, dass in Hakkari zwei Könige mit dem Namen Hubuşki Kaki(a) und Data(na) herrschten. Die Namen dieser Könige sind hurritscher Herkunft, jenes Volk das im nördlichen Kurdistan beheimatet war bevor es gänzlich verschwand.
Im Laufe der Geschichte wurde Hakkari von verschiedenen Weltreichen besetzt, so zum Beispiel von den Uratäern, Medern, Assyrern, Mamluken, Persern, Mazedoniern, Sassaniden, Seldjuken, Römern, Safaviden, Arabern sowie den Ayyubiden, Osamanen usw, die das Gebiet in bestimmten Zeitabständen kontrollierten.

 

Der eigentliche Name der Region um Hakkari ist Colemerg. Die Region wurde aber von den verschiedenen Volksgruppen unterschiedlich benannt. So bezeichneten die Armenier sie als Ilmar, die Assyrer als Gülamar und die Mamluken als Colemerk, wo von sich der Name Colemerg wahrscheinlich ableitete.
Während der osmanisch safavidischen Rivalitäten war es den Fürsten von Hekarî eine zeitlang möglich, sich selbstständig zu verwalten. Diese Grenzprovinz war eine lange Zeit nur auf dem Papier an das Osmanische Reich gebunden und genossen damit eine gewissen Selbstständigkeit. Die kurdischen Fürsten von Hekarî wurden eine gewisse Zeit durch die Dumbeli Kurden abgesetzt, jedoch konnten sie ihre Herrschaft wieder herstellen und regierten das Gebiet bis Anfang des 19.Jahrhunderts weiter, bis sie von den Osmanen entgültig abgesetzt wurden. Während dieses Ereignissen kam es zwischen den Hekarî und den Osmanen zu heftigen Kämpfen.
Die berühmten Kinder der Region sind Ehmede Xanî, Yilmaz Erdoğan, Mele Husinê Betelî und Ayhan Geberî.


Colemerg/Hakkari

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