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Zentralkurdistan: Dîhok
Geschrieben am Samstag, 08. März 2008 von Baran Ruciyar

Geographie Die Stadt ist von fruchtbaren Äckern umgeben, die in die schroffen Berge übergehen. Sie liegt an einer alten Handelstrasse im südlichen Kurdistan und hat schätzungsweise 250.000 Einwohner. Die Stadt hat folglich eine lange Handelstradition. Doch seit der Einrichtung der Flugverbotszonen und der faktischen Unabhängigkeit der Kurden, ist diese zu einem Symbol für den jetzt erlangten bescheidenen Wohlstand in Südkurdistan geworden.

Nirgendwo sonst in der Region hat der Wirtschaftsboom der letzten Jahren seine Spuren so offensichtlich hinterlassen. Durch das von der Uno beschlossene Ölembargo gegen Irak nach dem verlorenen Golfkrieg, infolge dessen die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich die Flugverbotzonen durchsetzten, in der die Kurden dann die Selbstverwaltung übernahmen, entwickelte sich der Ölschmuggel in die Türkei zu einem Geschäft. Dohuk wurde zum Umschlagplatz für aus der Türkei importierte Waren. Von dieser neu entstandenen Situationen profitierte Dohuk sehr, erst wurde der Wiederaufbau vorangetrieben, doch schon bald wurden Hotels gebaut, neue, zwar nicht große Fabriken konstruiert und selbst ein Einkaufszentrum, das einzige im Irak und in Kurdistan, wurde errichtet, doch auch eine effizientere Stromversorgung, der Internetzugang und ein Mobilfunknetz wurden aufgebaut.

Eigentlich erkennt man die Stadt nicht wieder, und neuerdings wurde auch ein Vergnügungspark eröffnet. Noch vor 10 Jahren war die Stadt vom Krieg gekennzeichnet und die Menschen hungerten, doch wer heute von der Stadt hört oder sie sieht, wird denken, nicht mehr im Irak zu sein. Die Stadt ist auch eine Universitätsstadt und ihre Hochschule arbeitet mit deutschen Universitäten wie der in Dortmund zusammen. Es ist insgesamt eine von drei Universitäten in Südkurdistan.


Dîhok

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