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Nordkurdistan: Das Erdbeben in Erzîngan (1939)
Geschrieben am Samstag, 29. November 2008 von Baran Ruciyar

Geographie

Die Stadt Erzîngan (türkisch: Erzincan) liegt in einer außerordentlich erdbebengefährdeten Zone. Bis heute sind 30 Erdbeben in dieser Region bekannt. Große Beben sind für 1471 und 1667 nachgewiesen, 1782 forderte ein Erdbeben über 10.000 Tote.

Das 8.0 starke Erdbeben am 27. 12. 1939 forderte rund 33.000 Todesopfer, fast völlig vernichtet, wurde die Stadt, um einige Kilometer versetzt, neue erbaut1, weswegen in der Stadt fast keine Spuren von historischen Bauwerken mehr erhalten sind. Das Erdbeben machte sich in gesamten Nordkurdistan sowie auch die angegrenzten türkischen Provinzen bemerkbar und löste sogar einen Tsunami im Schwarzen Meer aus. Die Stadt Erzîngan wurde vollständig zerstört und war zwei Tage lang nicht erreichbar. Erst nach zwei Tagen konnten die Hilfsorganisationen die zerstörte Stadt erreichen und die verletzten Menschen behandeln, da durch heftiger Regenfälle noch zusätzlich Schlammlawinen ausgelöst wurden und kleine Flüsse zu reißenden Strömen wurden. 116.720 Häuser wurden gänzlich zerstört die Menschen mussten Monate gar jahrelange in Zelten leben. Die türkische Regierung erklärte eine zwei tätige Trauer.

Das letzte Erdbeben, dem über 1000 Menschen zum Opfer fielen, ereignete sich 19912. 

 


1Nach dem Erdbeben von 1939 wurde das Stadtzentrum von Erzincan um einige Kilometer verlegt. Auch nach dem jüngsten Ereignis wird eine geringfügige Verlagerung des Stadtzentrums von Seiten des Afet Ileri Genel Müdürlüü erwogen. 

2So ungefähr die EEO: http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php/Erzincan (letzter Besuch: 18.06.08) 

http://www.ante.de/dr_geenen/erzincan.htm (18.06.08) 

http://www.balkangeophysoc.gr/menu/congresses/oral/62-63-O8-13-Boyko-Ranguelov_2.PDF  (18.06.08)


Das Erdbeben in Erzîngan (1939)

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