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Aleviten: Das Heilige Buch der Schabak - Buyrukh
Geschrieben am Samstag, 30. August 2008 von Baran Ruciyar

Religion

Das heilige Buch der Schabaks (Shabakk, Shabbak) heißt Buyrukh oder wird auch Bukhur genannt (arabisch: Kitab el Menaqib). Das Buch, besteht aus viele Versen, die während und nach der Safavidenära von extremschiitischen Gelehrten auf Turkmenisch zusammengefasst.

Im ersten Teil des Buyrukh geht es hauptsächlich um einen Dialog zwischen Sheikh Safî el-
Dîn und seinem Sohn Sedr el-Dînî. Fragen und Antworten zu extremen Schiitismus werden im ersten Teil nicht angesprochen.

 Ein Teil des originalen Buyrukh ist auch bei den anatolischen Aleviten zu finden. In einem Kapitell sind die Sitten und Gebote des extremen Schiitismus genauer definiert und werden dementsprechend ausgelegt. Weiterhin sind die Befehle und Moral von Imam Caferî Sadiqî und Imam Ali sehr präzise definiert. Weitere Gebote und Haltlinien sind im Schabak-Buyrukh beschrieben, z. B. wie der Wallfahrtsort, welcher bei den Schabbak nicht Mekka sondern Nejef oder Kerbela ist.

Die vorhandene Unterschiede zwischen Schabak-Byrukh und dem alevitischen Buyrukh scheinen erst später durch Übersetzung und Erklärungsversionen, welche im 18. und 19. Jahrhundert durch einen sunnitischen Sheikh gemacht worden sind, entstanden zu sein. Dennoch sind Gemeinsamkeiten zwischen den Aleviten-Buyrukh und Schabbaks-Buyrukh weit mehr als gedacht. Interessanterweise beinhaltet das Schabbak-Buyrukh neben intimen Schabbak-Texten, auch viele Texte von anatolischen Alevi-Derwischen.

So sind einige Verse ebenfalls unter den Aleviten im anatolischen Hochland verbreitet.

 

 

Eines lautet:

Yedi iklim çar kösheyi seyr ettim
ben Aliden gayrı alâ görmedim
yaradubdur on sekiz bin âlemi
rızkın vermege ganidir gani

bir ismin Alidir bir ismin Allah
şükür b.rl.giye el-hamdülillah
dinimiz kavidir vallah ve billah
ben Aliden gayrı alâ görmedim

Ali gimin er gelmedi cihane
ona da tuttular yüz bin bahane
yedi kere durdum ulu divane
ben Aliden gayrı alâ görmedim

Hakk buyurmuş levh üstünde kalemi
nur ile doldurmuş cümle âlemi
Alini çagıran mahrum kalır mı
ben Aliden gayrı alâ görmedim

 

indim yer bahrine ılgar eyledim
                                                 sarı öküz tügin saydım fark eyledim

  çıkdım gök yüzine seyran etdim
ben Aliden gayrı alâ görmedim

cennet-i a’lânın kapusı divarı taş
la’ldır atarıfı gevherdir taşı
Alidir bilin kırkların baş
ben Ali’den gayrı alâ görmedim

Pir Sultan Abdal özüdir Ali
dilim böyle söyle: ben özüm eli
Allah Muhammed kendü özüdir Ali
ben Aliden gayri alâ görmedim

 

 

Eine der Redewendungen (Gûlbang) im Buyruq stammt von Pir Sultan Abdal, ein Dichter, der im 16. Jh. in Sivas gelebt haben soll. Seine Lieder und Redewendungen sind unter anatolischen Aleviten von enormer Bedeutung.

 

 


Quellen: Martin van Bruinessen, Irak Kürdistanında Kızılbaş Cemaati: Şebekler. Übersetzung ins Kirmanckî von Munzur Cem, Vate 10. Michiel Leezenberg, The Shabak and the Kakais: Dynamics of Ethnicity in Iraqi Kurdistan, Publications of Insititute for Logic, Language & Computation (ILLC), University of Amsterdam, July 1994.


Das Heilige Buch der Schabak - Buyrukh

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