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Diaspora: Die Gemeinschaft in Jordanien
Geschrieben am Dienstag, 02. September 2008 von Baran Ruciyar

Diaspora

Jordanien ist ethnisch gesehen, wie alle anderen Länder des Nahen Ostens, ein vielfältiges Land. Neben Aramäern, Türken, Armeniern und Tscherkessen leben auch wenige Kurden in Jordanien, die nach den Aramäern die zweite größte Minderheit des Landes bilden.

Offiziell machen sie 2% der Landesbevölkerung aus, dementsprechend dürfte ihre Zahl zwischen 40 000 bis 100 000 Menschen betragen. Die meisten von ihnen sind kurdische Aleviten aber es gibt auch Sunniten und wenige Yeziden. Sie sprechen den nordkurdischen Dialekt Kurmanci.

Die Geschichte der Kurden in Jordanien geht auf die Herrschaftzeiten der kurdischstämmigen Dynastie der Ayyubiden zurück. In jener Epoche siedelten sich einige kurdische Stämme in Jordanien an. Diese Emigrationswelle setzte sich während der Herrschzeit der Osmanen bis in das 20. Jahrhundert fort. Die letzten Auswanderungen kamen aus Nordkurdistan.

 

Ihre Vorfahren waren meist Osmanische Beamte, aus Nordkurdische Bezirke Amed, Wan, Swereg, Riha, Merdin die in Jordanien ihre Dienst leisteten, nach dem 1918 Auseinandergehen des Reiches, beschlossen die meisten weiterhin in Jordanien zu bleiben. So entstand eine kurdische Gesellschaft, die heute noch in jedem Punkt besonders in Amman existiert.

 

Gegenwärtig sprechen sie meist Arabisch, aber ihre tatsächliche Sprache haben sie bis heute auch bewahren können. 1960 erschien sogar ein kurdisch – arabisches Wörterbuch von Alî Seydo in Amman.
Ihre Kultur haben sie bis heute bewahrt, und profitieren von Minderheitsrechten, die ihnen das Königshaus gewährleistet. So besitzen sie u.a. auch eigene Sprachkurse und Kulturhäuser, in denen man versucht, die kurdische Kultur im Lande weiter zu erhalten. Die kurdische Identität war bis vor kurzem bei den Kurden in Jordanien nicht von großer Bedeutung. Ihr Interesse galt eher ihrer religiösen Identität, nämlich dem Islam und Yezidismus. Laut dem Verfasser des Buches „Kurden in Jordanien" Al-Swerekî soll sich dies in den letzten Jahren durch die rasche Entwicklung des kurdischen Patriotismus in den benachbarten Ländern auch bei den Kurden in Jordanien geändert haben. Seit kurzem setzten sie sich auch für ihre kurdische Identität ein.


Quelle: Ismet Cherif, Göttingen 1988; 132 S., Nr.: 1017, aus dem Französischen von Fred Dorn und francoise Geiger. Muhammed Ali Es-Siwêrekî El Kurdî, El-Ekradu'l Urduniyyun ve Devruhun fi Binai'l Urdun el-Hadis, Yeniden Özgür Politika, Ürdün Kürtleri..., 15 Mart 2007

 

 


Die Gemeinschaft in Jordanien

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