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Yarsan: Die Geschichte der Erscheinung von "Baba-Yadegar"
Geschrieben am Mittwoch, 05. März 2008 von Baran Ruciyar

Religion

Eines Tages hatte Sultan Sahak Aywat dem Gärtner befohlen, dass er seinen Krückstock in seinen Garten pflanzen sollte. Nach einiger Zeit wurde aus ihm ein großer Granatapfelbaum, der viele Früchte trug



Die erste Ernte sollte in einer Gebetsversammlung dargebracht werden, und nach dem Gebet wurden die Früchte an alle Anwesenden verteilt. Am nächsten Morgen, als die Dienerin "Dada-Sari" ins Gebetshaus kam, um aufzuräumen, fand sie ein glänzendes Stück Granatfrucht und aß es. Danach wurde "Dada-Sari" schwanger. Die Bewohner des Ortes verdächtigten sie, dass sie eine Sünde begangen hätte. Aber der Sultan Sahak sagte, dass "Dada-Sari" rein sei. Sie brachte das Kind zur Welt. Um zu beweisen, dass das Kind heilig sei, befahl Sultan Sahak dem Dawud, dass das Kind am dritten Tag nach der Geburt in einen brennenden Ofen eingeschlossen werden sollte.

 

Als nach drei Tagen der Ofen auf Befehl von Sultan Sahak wieder geöffnet wurde, stand das Kind
unversehrt vor dem Sultan Sahak und verneigte sich. Der Sultan nannte ihn Sayed Ahmad mit dem Titel "Yadegar", d.h. Erinnerung.

 

Seit diesem Ereignis taufen die Ahl-e Haqq-Gläubigen ihre Kinder erst drei oder sieben Tage nach der Geburt und wählen einen Namen aus. Die erste Taufzeremonie wurde in der Versammlung von Perdiwar, - die als "Baya-u-Basse-Sarsepordan der Perdiwar" bekannt ist - für Sultan Sahak und die Haft-Tan veranstaltet. In dieser Zeremonie wurde Sultan Sahak durch Benjamin getauft, d.h. Benjamin wurde "Pir" von Sultan Sahak und Dawud Zeuge=Dallil (Begleiter), Benjamin selbst wurde durch Yadegar getauft, und Yadegar durch Sultan Sahak. Auf diese Weise haben sich die Haft-Tan gegenseitig getauft. Seit dieser Zeit ist Sultan Sahak der "Khawand-e-Kar", Benjamin und Yadegar sind "Pir" und Dawud als Dallil (Zeuge, Begleiter) sowie Pir Mussi sind Schreiber Gottes. Später wurden Khanedane für die Taufe der Gläubigen bestimmt. Sultan Sahak bestimmte zu seinen Lebzeiten Yadegar als seinen Nachfolger (Barg-e-Khodrangi bi wa Khalatesch).

 

Nach der Ermordung Sultan Sahaks musste Yadegar nach Saranneh-Dallahu (Goran) fliehen und er nahm die vorhandenen Daftar und Schriften mit sich. Er hat die Lehre unter der Gorani-Bevölkerung weiter verbreitet. Es wird behauptet, dass er dort lange Zeit gelebt hat und schließlich von seinen Feinden ermordet wurde. Sein Grabmal ist heute noch für alle Ahl-e Haqq sehr wichtig, es ist ein Pilgerort wie Mekka, Karbala und andere Heiligtüme im Irak. Dieser Ort heißt heute Baba-Yadegar Banzardeh in Dallahu.

 

Von Baba-Yadegar bis zur Erscheinung von Sayed-Brakkeh wurde die Lehre der Ahl-e Haqq von zahlreichen Derwischen weitergegeben, unter anderen von:

 

 "Aalli-Qallandar" geb. 838 IZR/ca.1450 n.Chr.

 

"Sayed Akkaber", genannt "Khamusch" geb. 844 IZR/ca. 1456 n.Chr.

 

"Illbegi-Djaff" 898-961 IZR/ca. 1497-1560 n.Chr.

 

"Khan-Attasch-Loristani" im 11. Jh. IZR/ca. 17. Jh. n. Chr.

 

"Khan-Allmass-Loristani" im 11./12. Jh. IZR/ca. 17. Jh. n.Chr.

 

"Sayed Farzi" im 12. Jh. IZR/ca. 18. Jh. n.Chr.

 

"Scheikh-Amir-Zullaie" 1125 IZR verstorben/ca. 1725 n. Chr.

 

Den letzten Teil der vorliegenden heiligen Schriften bildet die Schrift von Scheikh-Amir-Zullaii
(S. 2025-2077), eines sehr bekannten Geistlichen der Ahl-e Haqq.


Die Geschichte der Erscheinung von "Baba-Yadegar"

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