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Fürstentümer: Die Mehmûdî
Geschrieben am Montag, 29. September 2008 von Baran Ruciyar

Herrschaftsstrukturen

Die Mehmûdî, heute ein Stamm in Wan, Mosul, Amed, und Bahdînan und eines von diesem Stamm hervorgegangenes Fürstentum um Wan. Die Mehmûdî waren eine Konföderation kurdischer Stämme unterschiedlicher Herkunft, die sich um einen gewissen Shêx Mehmûd zusammengeschlossen hatten, der im Dienst der Qaraqoyyunlu getreten war.



Shêx Mehmûd war Sheref Khan zufolge aus Damaskus über Botan nach Xoşab (Güzelsu) gekommen, und wurde von den Qaraqoyyunlu zum Oberhaupt der kurdischen Stämme in jener Region auserwählt. Die von ihm gegründete chaotische aber einflussreiche Dynastie überlebte bis 1639 in Xoşab.

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Die Ruinen der Festung Xoşab

Evliya Celebi schreibt während seiner Reise durch Wan und Xoşab, dass die Mehmûdî ein ständiges Heer mit einer Stärke von 6 000 Männern besaßen und einen wichtigen Machtfaktor in dieser Region stellten.

 

Die Einflussgebiete der Mehmûdî (Sancak Mehmûdî) lagen nördlich von Hakkari an den Zuflüssen des Wan- und Arcak-Sees. Die Statthalter, die sich früher zu den yezidischen Lehren bekannten, ließen sich dort zur Zeit der Qarqoyyunlu nieder und gerieten bald in Streit mit den Hakkari und den Dunbelî. Ihre Burg wurde von den Dunbelî eingenommen. Nach der Auflösung des 1. Hekarî Fürstemtums durch die Qarayoyyunlu fielen jedoch die östlichen Unterbezirke von Hekarî unter die Oberhoheit der Mehmûdî. Qara Yusuf hatte ihm die Bezirke Ashût und Xoshab überlassen, die einst den Hekarî gehört hatten. Mehmûds Sohn Mîr Huseyn Beg war ein Günstling Uzun Hasans und erhielt von ihm den offiziellen Rechtstitel über die gleichen oder gar noch ausgedehnteren Distrikte. Somit war das Hekarî-Emirat unter die Herrschaft zweier „fremder" Kurdenstämme geraten, die Vasallen der Aqqoyyunlu waren. Trotz aller Bemühungen der Hekarî konnte sie die Festung von den Mehmûdî nicht befreien. So blieb Xoşab Jahrhunderte lang dem Mehmûdî erhalten, bis der letzte Fürst der Mehmûdî Qere Mustefa Pasha ermordet wurde. Die Herrschaft über Xoşab ging schließlich an eine andere Kurdenfamilie.

 

Mehmûdî-Fürsten:

Ivaz Beg ab 1507

Shah Alî Beg 1524

Amîra Beg 1533

Hamza Beg -

Hacî Beg Dunbulî -

Khan Mehmûd 1548

Mansûr Beg 1554

Bargirî 1576

Hesen Beg 1585

Shîr Beg (in Makû) 1584 - 85

Xoshab 1585

Silêman 1605

Abdullah Beg 1606

Ibrahim Beg 1654

usw..

 

 


Quellen: Minorsky, V.: KURDEN, in: EI1. Mohemed Emîn Zeki Beg: Mêjûwa Dewlet Û Mîrnešînîyên Kurd Di Pêla Musulmantîyê De, Bergê Duwem Ji Kurtîya Mêjûwa Kurd Û Kurdistan. Werger Dr. M. S. Cuma 1994. Martin van Bruinessen: Agha, Scheich und Staat . Berlin 1989. J. Reld James: Mahmûdi Orden and Clan, in: Lekonîn vol. 7, s. 40ff.


Die Mehmûdî

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