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Musik: Keko
Geschrieben am Sonntag, 17. August 2008 von Baran Ruciyar

Kultur

Keko (kurd. großer Bruder), ein traditioneller Dengbêj und Hozan aus Dêrsim.

keko1.jpg

Mit vollem Namen Keko Demirkıran ist, 1915 als Sohn von Sadiq und Koçer, in Goman, ein dem Bezirk Muxûndî gehöriges Dorf in der Kreisstadt Mazgerd/Dêrsim, geboren. Als die osmanische Regierung das Mobilmachung seiner Truppen anordnet, ist Keko 6 Monate alt. Sein Vater, Sadiq wird an die Kaukasus-Front gerufen und kehrt nach dem Krieg nicht mehr zurück, so wächst Keko mit seinen weiteren 4 Geschwistern ohne Vater, in Elend und Armut auf.

Aus seiner ersten Ehe gehen fünf Kinder hervor, die später allesamt mit ihrer Mutter, Kewê, an einer Pest sterben sollten. Von Senem, seine zweite Frau, trennt sich Keko nach einer kurzen Zeit und heiratet eine Frau namens Xatûn. Aus der Ehe gehen 9 Kinder hervor. Am 6. September 1992 starb er in Teman, ein Nachbar Dorf von Muxûndî.

Bereits in den jungen Jahren fängt er an traditionelle altkurdische Lieder zu interpretieren. Als ein exzellenter Tembûr(Saz)spieler und Interpret ist er ein gefragter Mann in der Gegend, wenn es um Hochzeitsfeier und Cem (religiöse Feierlichkeiten) geht. Keko singt nicht nur Volksballaden, sondern auch eigenkomponierte Lieder auf Kurmancî. Außerdem geht aus der Beschreibung von Rotkopf heraus, dass einige Amateuraufnahmen von ihm vorhanden sind. Wahrscheinlich sind diese nur in Dêrsim erhältlich. 

 

 


Quellen: Rotkopf, Paul: Beobachtungen und Bemerkungen über eine kurdische Bevölkerungsgruppe, in: Jürgen Roth (Hrg.): Geographie der Unterdrückung, Hamburg 1978, s. 118-139. Seyfi Muxundi: Keko, URL: http://gomanweb.com/ (letzter Besuch: 16.08.08).

Keko

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