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Afrika/Asien/Australien: Kurden in Fars
Geschrieben am Montag, 29. September 2008 von Baran Ruciyar

Diaspora

Wie es aus diversen Quellen zu entnehmen ist, geht die Geschichte der Kurden in Fars auf Jahrtausende zurück. Neben den heute persifizierten Luren, deren Heimat Luristan an dieses Gebiet mit dem Namen Fars (Pars) oder "Farsistan" d.h. "Land der Perser" angrenzt, können wir die Spuren anderer kurdischen Völker bis in die vorislamische Zeit verfolgen.

Laut Ebn al Balkhi wurden die fünf wichtigsten kurdischen Stämme der Region Fars während der kriegerischen Expansionszeit des Islam bzw. der arabischen Eroberung vernichtet oder vertrieben und die anderen Shabankara-Kurden waren bis Mitte des 12. Jahrhunderts ein überaus bedeutendes Herrschergeschlecht in dieser Region, die sie beherrschten, bevor sie von ihren Rivalen geschlagen wurden. Der Name Shabankara ist heute noch in der Region zu treffen. Es gibt immer noch ein Viertel unter dem Namen Shabânkâra nahe Bušehr. Moderne Karten zeigen ein Dorf mit dem Namen Shabankara unweit von Schiraz. Einige Forscher sind sogar der Ansicht, dass dies die Hauptstadt der Shabankara sein könnte.
Nach dem Untergang der Shabankara wanderten die Luren immer weiter nach Süden, während die Kurden sich Richtung Aserbaidschan und Kurdistan bewegten. So blieb Fars Jahrhunderten lang von einer kurdischen Emigrationswelle verschont.

 

Mit der Gründung der kurdischen Dynastie der Zend (Zand) mit der Hauptstadt Schiraz wurden einige Kurdenstämme (manche teilweise) nach Farsistan verpflanzt. Auch die Zend-Prinzen benötigten wie alle orientalischen Dynastien vor ihnen Stämme, mit denen sie sich schützen konnten. In diesem Zusammenhang holte Kerîm Xanê Zend einige Kurdenstämme der Lek-Gruppe zu sich nach Schiraz und Umgebung. Vor allem waren es die Lekstämme der Biranewend, Zengene, Zend, Kurdshuli und der Stamm Kûranî von der südlichen Gruppe der Kurdenstämme, die in seinem Reich eine zentrale Rolle gegen die aufständischen Turkstämme der Kadjaren und Afschariden spielten. Selbst nach dem Untergang der Zend-Dynastie unterschützten einige dieser Stämme (die Biranewend und die Comur, Vgl. EI1. LAK) vergeblicherweise den Versuch des Mihamed Xanê Zend´s die Macht der Kadjaren zu brechen (Minorsky: LAK in: EI1. Vol. II. s. 12).

 

Nach Mardukh Kurdestanî (Kurden und Kurdistan, Teheran 1972, Band II. s. 70 - 117) gibt es mehr als dreißig kleine kurdische Stämme im Fârs:


Ajkanî
Mahalî
Maxanî
Mobarakî
Mihamedbashar
Modather
Matlabî
Mehrakî
Feratî
Kajtî
Kermanî
Sabayî
Safarî
Sîrî
Shahkanî oder Shakanî
Shahîyarî
Shahrakî
Shahwarî
Ramanî
Zayîdî
Salanî
Salmûnî
Xosrewî
Tamadanî
Celilî
Berazdoxtî
Bandekanî
Alak
Ashaqî
Ishtemharî
Bakilî

 

Viele von ihnen sind zweifellos Reste der Stämme, die Kerîm Xanê Zend nach Fars folgten, nach dem Fall der Zand-Dynastie, wurden sie durch die Qašqâ "i Stammeskonföderation als Unterclans absorbiert (vgl. Oberling, P.: Kurdish Tribes, in: EncIr.). So sind die meisten dieser Stämmen heute Clans der türkischen Qašqâ "i. . Izady (The Kurds, Washington 1992; 79) hebt zwei von ihnen vor:

 

Die Kurdshulî (ein großer Stamm im nördlichen Fars beheimatet, lekî- und lursprachig und yarsanistisch) und die Kakaî (NW von Schiraz beheimatet, lekîsprachig und yarsanistisch) 


Kurden in Fars

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