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Musik: Mehmûd Baran
Geschrieben am Dienstag, 13. Mai 2008 von Baran Ruciyar

Kultur

Mehmûd Baran, ein bekannter Dengbêj und Komponist aus der Region Dêrsim. Er war ein Angehöriger des mystischen Axucan-Stammes.

Geboren wurde er 1923 im Dorf Bargeni-Axucan im heutigen Landkreis Hozat. Als 15 jähriger wurde er Zeuge des grausamen Genozids an den Dêrsimkurden, und verlor dabei 23 Angehörige seiner Familie. Sein Vater Mehmed Baran war ebenfalls ein Dengbêj und Geigespieler, von den man heute noch in Dêrsim viele Lawik und Kilam kennt. Mehmûd Baran komponierte seine Lieder auf Kirmanckî, Kurmancî und manchmal auch alevitisch-religiöse Lieder auf Türkisch.

1964 wird er vom türkischen Staatsradio (TRT) nach Ankara eingeladen, wo man ihm zu überzeugen versucht, für TRT zu arbeiten; dieses Vorhaben scheitert, da seine Türkisch-Kenntnisse dafür nicht ausreichend sind.
1965 emigriert er als Gastarbeiter in die BRD. Während seines Aufenthaltes in Deutschland musiziert er weiter und machte einige Aufnahmen, die später nach seinem Tod herausgegeben wurden. 1975 ertrank er in dem Kemah-Stausee am Firat.
Die berühmtesten seiner Liedern sind: Estenbolo, Derdo, Dayê Narim Xozatê, Xezal, Axdada Biveso, Salini Salini und Dayê Sebikerî.
Mehmûd Baran heiratete zwei Mal und hatte 10 Kinder; der Sänger Alî Baran ist einer seiner Söhne aus der zweite Ehe.
 


Mehmûd Baran

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