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Literatur/Sprache: Mûnzûr Çem
Geschrieben am Samstag, 11. Oktober 2008 von Baran Ruciyar

Literatur Bexwedan schreibt:
Mûnzûr Çem (tr. Munzur Çem) ist ein kurdischer Autor, Schriftsteller und Sprachforscher. Er leistete und leistet immer noch einen großen Beitrag zur kurdischen Literatur bei, indem er einerseits seit 1970 Bücher, Artikel, Märchen, Gedichte und Volkslieder sammelt und zusammenbringt und andererseits selber Arbeiten, Bücher, Romane und Artikel verfasst.


Leben:

 

 Munzur Çem wurde in Kurdistan geboren und wuchs dort auf. Er kam 1945 im Dorf Kêxî Qurze zur Welt. Die Grundschule besuchte er im Dorf Kêxî Seter, die Realschule im Landkreis Dêrsim in Nazmîye (Qisle). 1996 beendete er das Diyarbakir College für Gesundheit, 1971 die Hochschule für Wirtschaft und Großhandel in Ankara.
Die Artikel M. Çems handeln meist von Wirtschaft, Politik und Kultur. Darüber hinaus hat er eine Menge Arbeiten über die Rechtschreibung und Grammatik des Kirmanckî verfasst. Munzur Çem besitzt ebenfalls einige Druckschriften zu verschiedensten Themen. Die Artikel, Lieder, Märchensammlungen und Geschichten des Autors sind bis heute in vielen Zeitungen und Zeitschriften erschienen und erscheinen immer noch. In der Wochenzeitung Roja Teze veröffentlichte er einst alle 15 Tage Artikel auf Kirmanckî.

Wie dem auch sei, blieb Munzur Çem aufgrund seiner politischen und kulturellen Aktivitäten in den meist antikurdischen oder antidemokratischen Gegebenheiten und Situationen der Türkei gezwungen, seine Schriften mit verschiedenen Pseudonymen zu unterzeichnen. Einige Unterschriften, die bis heute diese Arbeiten kennzeichnen, sind: H. Toprak, A. Taş, M. Çem, B. Íîlan, S. Dîlan, Mîrzalî Çîmen, u.a.

Heutzutage ist Munzur Çem ein Mitglied der Gruppe Vate, die seit vielen Jahren über die Grammatik und Rechtschreibung des Kirmanckî Arbeiten führt und die Vate-Zeitschrift (Kovara Vate) in Schweden veröffentlicht. Der Autor ist der Verantwortliche der Zeitschrift für Deutschland. Zudem ist Munzur Çem ein Arbeiter des Menschenrechts. In Kurdistan und in der Türkei hat er viele Arbeiten zur dortigen Menschenrechtslage verfasst und publiziert. Außerdem gehört Munzur Çem zu den Gründern von Kurd-PEN.

Werke:

Neben seinen Artikeln und Schriften sind einige seiner Bücher folgende:

Titel, Pseudonym, (Deutsche Titelübersetzung); Sprache; Druck und Erscheinungsdatum

 

  • Türkiye Kürdistanı: Ekonomik ve Sosyal Yapı; A. Taş, (Türkisch-Kurdistan, die wirtschaftliche und soziale Lage); Türkisch; Özgürlük Yolu Yayınları, Çeleyo Qiz, 1985
  • Gülümse Ey Dersim (Lache, O Dêrsim); Türkisch; Özgürlük Yolu Yayınları, 1990, 1991, 1993 Köln.
  • Dünü ve Bugünüyle Gerikalmışlık Sorunu, Mîrzalî Çîmen, (Das Problem des Zurückbleibens, gestern und heute); Türkisch; Öz-Ge Yayınları ,1991 Ankara.
  • Ferheng Kurdî-Tirkî - Kirmanckî / Zazakî- Türkçe Sözlük, (Wörterbuch Kirmanckî-Türkisch / Türkisch-Kirmanckî); Stockholm.
  • Alevilik Sorunu ve Dersim Ayaklanması Üzerine (Über das Alevitenproblem und den Aufstand von Dêrsim); Türkisch; 1995, Stockholm.
  • Ormanın Dili (Die Stimme des Waldes); Türkisch; 1996 Stockholm.
  • İsyana Çağrı (Der Ruf zum Widerstand); Türkisch; 1996 Stockholm.
  • Ekmeği de Yaktılar (Das Brot haben sie auch verbrannt); Türkisch; Pencinar Yayınları, 1997 Stockholm.
  • Kulê 38'î (Roportajî), (Der 38er Turm); Kirmanckî; Weşanên Komkar, 1998 Koln.
  • Luye be Biza Kole ra - Şanikê mîyanê şarê, (Der Fuchs und die Ziege mit den kurzen Ohren); Kirmanckî; Weşanên Komkar, 1998 Köln.
  • The Voice of the Forest, (Die Stimme des Waldes); Englisch; Komkar Publications, 2000 Köln
  • Hotay Serra Usivê Qurzkizî, (Achtzig Jahre Yusuf Qurzkizî); Kirmanckî; 2002 Weşanên DENG, Stenbol.
  • Kirmancca Gramer, (Kirmanckî Grammatik); Türkisch u. Kirmanckî; Weşanên Deng, 2003 Istanbul
  • Hawara Dêrsimî, (Volkslieder Dêrsims); Kirmanckî; Weşanên Deng; 2003 Istanbul
  • Hewnê Newrozê, (Der Newroztraum); Kirmanckî; Weşanxaneyê Vateyî, 2005
  • Gula Çemê Perre (Die Rose des Perresflusses oder Gule vom Perrefluss); Kirmanckî; Weşanxaneyê Vateyî, 2007 Istanbul

Online:

Kirmanckî: 

Türkisch: 


Mûnzûr Çem

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