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Afrika/Asien/Australien: Qochan
Geschrieben am Freitag, 03. Oktober 2008 von Baran Ruciyar

Diaspora

Quchan, eine Stadt in der Provinz Nordkhurasan im nordöstlichen Iran mit 90.000 Einwohnern (Schätzung 2003), gelegen an einem Gebirszug von 1.149 Metern über dem Meeresspiegel und im Norden die Shah Jahan Berge.

Gegenwärtig besteht die Bevölkerung in der Quchan Region aus Nomaden. Korn und Wein werden in der Region produziert.

Quchan liegt 150 km südöstlich der Stadt Maschad und 100 km südlich der Grenze von Turkmenistan.

 

Die meisten Einwohnern sind Zafranlu-Kurden, ein Zweig der einstigen Chemîshgezek-Konföderation von Nordkurdistan und aus dem Kaukasus, welche im 17. Jh. von Shah Abbas I. nach Khorasan verpflanzt wurden. Die Zafranlu (ehemal Chemîshgezek) dienten als Grenzsoldaten, und besaßen weitgehende Autonomierechte. Die Stadt wurde von ihnen gegründet und war von Tributzahlung, Steuerabgaben u.a. befreit, und damit weitgehend als freie Stadt unabhängig. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der letzte Ilkhan von Qochan vom Shah Pehlevî hingerichtet (F.Bulut, Horosan kimin Yurdu 1998; 168 ff.).

 

Im Jahre 1895 verschüttelte ein verheerendes Erdbeben Qochan, welches 12.000 der Einwohner tötete, aus diesem Grund wurde die Stadt um 13 Kilometer nach Osten verlagert.


Qochan

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